Das Protokoll
Vertrauen wird zur offenen Rechenvorschrift. Wer sich ausweisen will, legt kryptografische Belege vor, die jeder gegen veröffentlichte Regeln prüfen kann. Es gibt keine Instanz, die entscheidet — es gibt einen Standard.
Verantwortung verschwindet nicht, sie verteilt sich — auf das Governance-Gremium (schreibt die Regeln), die Aussteller (bestätigen Eigenschaften), die Vertrauensanker (bürgen für Aussteller) und die Implementierer (bauen die Prüfung ein). Vier Adressen statt einer. Der Geschädigte muss wissen, welche.
Jeder, dessen Geschäft die Prüfung selbst war. Der Wert wandert an die Ränder: Regelsetzung, Verzeichnisbetrieb, Haftung für Standardfehler.
Ein Handwerksbetrieb kauft Material auf Rechnung. Die Prüfung dauert Millisekunden und kostet nichts. Sie besteht darin, vier Belege gegeneinander zu rechnen, die der Betrieb selbst mitbringt. Als später auffällt, dass eine Belegart systematisch fälschbar war, ist die Frage nicht, wer schuld ist — sondern welcher der vier Beteiligten.
Ein Protokoll kennt keine Kulanz und keinen Einzelfall. Was die Regel nicht vorsieht, existiert nicht.
- Standard mitgestalten
- Konformität prüfen
- Verzeichnisse betreiben